Collegium musicum populare 2016 – Tagungsbericht

Sidney König

Monika Schoop

Monika Schoop begrüßt die TeilnehmerInnen


Das zweite Collegium Musicum Populare des IASPM-D-A-CH fand am 10.06.2016 am Musikwissenschaftlichen Institut der Universität zu Köln statt. Auch in diesem Jahr war es das Ziel des Organisationsteams (Monika Schoop und Sidney König), in einem interdisziplinären Rahmen einen generationsübergreifenden Austausch zu ermöglichen. Entsprechend breit gefächert stellten sich auch die Beiträge dar, die während der Veranstaltung präsentiert und diskutiert wurden.

Nach einer kurzen Begrüßung zu Beginn der Veranstaltung folgten zunächst drei Vorträge von Promovierenden in verschiedenen Stadien ihrer Promotion, bei denen über so diverse Themen wie die Transmedialität von Musikvideos (Carla Schriever, Carl von Ossietzky Universität Oldenburg), Liveness in Techno-Musik (Josef Schaubruch, Leuphana Universität Lüneburg) und über die Bedeutung von Genrebegriffen im Reggae und Dancehall (Benjamin Burkhart, Hochschule für Musik Weimar) gesprochen wurde.

CMP Teilnehmer

Teilnehmer des Collegium musicum populare 2016


Nach der Mittagspause, in der die Teilnehmenden die verschiedenen kulinarischen Angebote der Kölner Universität nutzten, gab zunächst Cara-Franziska Plum (Johannes Gutenberg Universität Mainz) Einblicke in die Konzepte Virtuosität und Popularität im Crossover von Europäischer Kunstmusik und Pop. Im Anschluss sprach Anita Mellmer (Mozarteum Salzburg) über die Interpretation der Gitarrentechnik und des Genres Fingerpicking/Fingerstyle. Eine kurze Kaffeepause gab Gelegenheit zum Netzwerken. Im Anschluss stellte Andre Rottgeri (Universität Passau) seine Ideen für sein Post-Doc Projekt zur brasilianischen Musik in Deutschland vor. Der letzte Vortrag von Melanie Platschek (Leuphana Universität Lüneburg) bezog sich auf ihr Dissertationsprojekt zu Suchtgenese und Selbstkonzepten heroinabhängiger Musiker_innen.
Cara-Franziska Plum

Cara-Franziska Plum spricht über Konzepte von Virtuosität und Popularität im Crossoverbereich


Im Anschluss an die drei Vortragsblöcke stellte Prof. Federico Spinetti (Universität zu Köln) seinen aktuellen Film The Enemy (2015) vor, in dem er die Rekuperation von Widerstandsliedern italienischer antifaschistischer Milizen im zweiten Weltkrieg durch italienische Punk-Musiker_innen portraitiert. Nach der lebhaften Diskussion endete der offizielle Teil der Veranstaltung. Zum Ausklang des Abends zog es den Großteil der Teilnehmenden noch in einen Biergarten am unweit der Kölner Universität gelegenen Aachener Weiher, wo zwischen Kölsch und dem WM Eröffnungsspiel Frankreich – Rumänien weiter diskutiert wurde, bevor schließlich alle die Heimreise antraten.
Screenshot The Enemy (2015)

Prof. Federico Spinetti’s Film The Enemy (2015)

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