CfP: Managing Popular Culture? (Karlshochschule International)

6. Jahrestagung der AG Populäre Kultur und Medien in der Gesellschaft für Medienwissenschaft (GfM):
Managing Popular Culture? – Zur Entstehung des Populären zwischen Emergenz und Strategie
30. Januar bis 1. Februar 2014 – Karlshochschule International University, Karlsruhe
Deadline: 15. September 2013
[English version below]

Keynote Lecture: Angela McRobbie, Goldsmiths, University of London


Wie entsteht Populäre Kultur? Diese bewusst weit gefasste Frage steht im Mittelpunkt der sechsten Jahrestagung der AG Populäre Kultur und Medien. Dabei soll insbesondere die Intersektion ökonomischer, kultureller und sozialer Aspekte der Entstehung von Pop in den Blick genommen werden. Häufig geht es in diesem Kontext um strategisch ausgerichtete Plan- und Machbarkeitshoffnungen einerseits und die Betonung der emergenten, kreativen, subversiven und mithin: unkontrollierbaren Seite populärer Phänomene andererseits. Während die erstgenannte Perspektive tendenziell mit ökonomisch orientierten Managementansätzen verknüpft ist, d.h. eine bewusste Steuerung und Richtungsweisung chaotischer Grundsituationen anstrebt, steht die letztgenannte eher in der Tradition von ästhetischen und gesellschaftsanalytisch orientierten Forschungsansätzen, die bisweilen die konkreten und oftmals kommerziellen Produktionsbedingungen von Pop ausblenden.

Die Fragestellung der Tagung strebt an, die hier schematisch skizzierte Dichotomie von Strategie und Emergenz, top-down- und bottom-up-Prozessen, von Planung und Rhizomatik zu hinterfragen, neu zu tarieren oder gar aufzulösen. Ziel ist es, die kommerziellen, medienkulturellen und sozialen Mechanismen und Automatismen sichtbar zu machen und zu analysieren, die zu Trends, Hypes sowie populärkulturellen Praktiken und Diskursen führen.

Die Tagung ist offen für vielfältige Interpretationen und Verbindungen der Begriffe Pop, (nicht nur monetärer) Ökonomie und Management, die jeweils als kulturelle Phänomene verstanden werden. Vor diesem Hintergrund sind beispielsweise Arbeiten eingeladen, die zu populären Finanzierungsmodellen wie Crowdfunding, zur kommerziellen App-Culture, zum Phänomen der Creative Commons oder zu rechtlichen Rahmenbedingungen digitaler Kultur forschen. Ebenso willkommen sind Beiträge, die die genannten Begriffe weit interpretieren und beispielsweise nach populären Ökonomien jenseits klassischer finanziell-kommerzieller Prozesse fragen oder untersuchen, wie Wirtschaft selbst zu Pop werden kann – etwa beim Popstatus von Marken (etwa Apple oder RedBull) oder Managerfiguren von Rockefeller bis Steve Jobs.

Proposals

Die Jahrestagung der AG Populäre Kultur und Medien ist interdisziplinär angelegt und richtet sich an WissenschaftlerInnen aller Forschungsfelder, die sich mit Phänomenen ‚Pop‘ bzw. populärer Kultur auseinandersetzen. Theoretische, empirische und kritisch angelegte Projekte sind gleichermaßen willkommen. Eine Mitgliedschaft in der AG ist für die Teilnahme nicht erforderlich.

Die AG Pop und Medien strebt eine Öffnung für einen international orientierten Austausch an und lädt Proposals für Vorträge in deutscher und englischer Sprache ein. Bitte senden Sie Abstracts von nicht mehr als 300 Wörtern sowie eine kurze Bionote (max. 150 Wörter) bis zum 15. September 2013 an proposals@popkongress.de

Sonderformat Samstag, 1. Februar: Forschungsworkshop

Am Samstag, den 1. Februar findet als Teil der Jahrestagung der AG ein Forschungsworkshop statt, der sich gleichermaßen an ProfessorInnen, Postdocs, DoktorandInnen und Studierende in der Abschlussphase richtet, die aus laufenden Forschungsprojekten berichten möchten. Der Forschungsworkshop soll einen intensiven kollegialen Austausch über work in progress Projekte ermöglichen und insbesondere offene Fragen, methodische oder konzeptionelle Herausforderungen adressieren und lösen helfen. Das Spektrum umfasst dabei alle Stadien des wissenschaftlichen und administrativen Arbeitens, von Unklarheiten bei der Strukturierung einer Arbeit, über theoretische, konzeptionelle oder empirische Fragen, bis hin zur Beantragung von Fördergeldern.

Um den Vorstellungen konstruktiv gerecht zu werden, sind 15-minütige Präsentationen geplant, denen sich jeweils direkt eine ca. 30-minütige Phase für Diskussionen und Erfahrungsaustausch anschließt. Bitte beachten Sie:

  • Der Forschungsworkshop ist ein grundsätzliches Angebot der AG Medien und Populärkultur und daher ausdrücklich nicht an das Thema der Jahrestagung gekoppelt.
  • Da Schwierigkeiten in der Projektrealisation meist spontaner auftreten, ist die Deadline für Einreichungen zum Forschungsworkshop erst der 1. Dezember 2013 (nicht der 15. September!).

WissenschaftlerInnen, die eine Präsentation in diesem Rahmen wünschen, können sich für weitere Informationen an Mario Anastasiadis und Lioba Foit wenden. forschungsworkshop@popkongress.de

Organisationsteam der Jahrestagung

Lioba Foit (Paderborn), Christian Stiegler (Karlsruhe), Martin Zierold (Karlsruhe)
team@popkongress.de, www.popkongress.de

Die Jahrestagung wird von der Karlshochschule International University in Kooperation mit dem DFG-Graduiertenkolleg Automatismen ausgerichtet.

English Version:

The 6th Annual Convention of the „Popular Culture and Media“ division within the German Association for Media Studies will explore the question “How does popular culture develop?” We invite presenters from different backgrounds and disciplines to a lively discussion on the intersections of economic, cultural and social aspects that form popular phenomena.

Academic scholarship so far has often drawn a strict borderline between strategic management approaches on the one hand, and subversive approaches, which draw on the creative and uncontrollable potential of popular culture on the other. While the first idea is associated with producers’ interests to control and operate a chaotic condition, the latter is predominantly linked to aesthetic and/or socio-analytical methods that all too often leave aside the economic context of popular phenomena.

The conference Managing Popular Culture? will question and challenge schematic descriptions which play on top-down vs. bottom-up explanations by deconstructing dichotomies such as management vs. emergence or design (planning) vs. rhizomatic development. We seek to highlight the impact of commercial agents, cultural policies, the media, and social interactions for the development of popular phenomena. We strive to present analyses how these mechanisms and automatisms create trends and hypes as well as more general practices and discourses within the sphere of popular culture.

The conference is open for all kinds of work that connect the terms of ‘pop’, ‘management’ and ‘economy’ (not only in financial reference), all taken as cultural practices. Possible topics include – but are by no means limited to – papers that investigate models of popular funding such as crowdfunding, phenomena of Creative Commons or the app-culture to name but a few. Equally, we include presentations that critically ask for ‘popular economies’ beyond the market or explore how economy itself may obtain ‘pop-status’ as we have seen with brands such as Apple, RedBull or even with top-managers from Rockefeller to Steve Jobs.

Proposals

The 6th Annual Convention – “Popular Culture and Media” is an interdisciplinary conference (and thus) open for proposals from all fields of study that explore the structures, impacts and phenomena associated with popular culture. Theoretical, empirical and critical approaches are equally welcome. Applicants are not required to become a member of the Association.
We support an internationally orientated exchange and invite proposals both in English and German.

Please send an abstract of no more than 300 words and a short CV (max. 150 words) to
proposals@popkongress.de.
Deadline is 31 August 2013.

Conference Organizers

Lioba Foit (Paderborn), Christian Stiegler (Karlsruhe), Martin Zierold (Karlsruhe)
team@popkongress.de, www.popkongress.de
The conference is hosted by Karlshochschule International University in cooperation with the DFG-Graduiertenkolleg Automatismen, an interdisciplinary postgraduate program, University of Paderborn.

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